Aktuelle Forschung erleben:
Unsere Exponate
auf der „MS Wissenschaft“
Entdecke die Kraft deiner Erwartungen!
Erwartungen haben große Effekte in der Medizin. Ob wir einer Behandlung mit Hoffnung oder mit Sorgen begegnen, kann die Wirkung der Therapie und den weiteren Verlauf der Krankheit erheblich verändern. Der Sonderforschungsbereich 289 „Treatment Expectation“ entschlüsselt mit einem Team von über 100 Forschenden in Essen, Marburg und Hamburg, was dabei in unserem Körper passiert – mit dem Ziel, Therapien besser und verträglicher zu machen.
Für das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft haben wir das Exponat „Die Kraft der Erwartung – Nutze deine körpereigene Apotheke“ gestaltet. Was sind Placebo- und Noceboeffekte? Welche Hirnregionen sind beteiligt? Und wie können wir die Kraft der Erwartung nutzen? Diese und mehr Fragen soll die interaktive Ausstellung beantworten.
Hier zeigen wir ergänzende Informationen und Materialien zur Ausstellung.
Wie wirken sich positive und negative Erwartungen aus? Diese zwei Animationsfilme erklären es am Beispiel von Rückenschmerzen
Herr Schmidt leidet seit längerem unter quälenden Rückenschmerzen und hat die Hoffnung auf Linderung beinahe aufgegeben. Da berichtet seine Nachbarin von einer neuen Ärztin und einem sehr guten Therapieangebot. Herr Schmidt schöpft Hoffnung. Und tatsächlich hilft auch ihm die Behandlung.
Aber der Erfolg basiert nicht nur auf der professionellen individuellen Behandlung, sondern auch auf der positiven Erwartungshaltung von Herrn Schmidt …
Herr Schmidt hat von seiner Ärztin ein neues Medikament gegen seine Rückenschmerzen bekommen. Er liest sich den Beipackzettel durch und stöhnt: So viele Nebenwirkungen und Gefahrenhinweise sind da aufgelistet! Er wird zunehmend skeptischer. Seine Sorgen, Ängste und Unsicherheiten wirken sich auch darauf aus, wie die Behandlung wirkt.
Herr Schmidt möchte diesen negativen Erwartungen entgegen wirken. Und tatsächlich kann aktiv dafür etwas tun …
Wie wirkt die Kraft der Erwartung? Fragen und Antworten
Der Begriff „Placebo“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ich werde gefallen“. Und das gibt schon einen Hinweis darauf, was damit gemeint ist: Ein Placebo ist ein Scheinmedikament ohne jeglichen Wirkstoff, zum Beispiel eine Zuckerpille. Es kann aber auch eine Scheinbehandlung sein, wie z. B. eine simulierte Operation oder eine Infusion mit Kochsalzlösung. Man kann sich also merken: Ein Placebo ruft eine Wirkung hervor, ohne dass es einen Wirkstoff enthält.
Weiterlesen und mitmachen: Spannende Inhalte für die Besuchenden der „MS Wissenschaft“
Quiz: Was weißt du über Placebo- und Noceboeffekte in der Medizin?
Unsere eigene Erwartungshaltung hat einen großen Einfluss auf den Erfolg jeder medizinischen Behandlung. Aber wie genau wirken sich positive und negative Erwartungen auf Therapien und ihre Nebenwirkungen aus? Das erfährst du in unserem Quiz.
Noceboeffekt: der „böse Zwilling“ des Placebos – für Schüler erklärt
Eine medizinische Behandlung kann unangenehme Nebenwirkungen haben. Erstaunlicherweise erleben wir diese manchmal bloß, weil wir sie erwarten. Solche negativen Erwartungen sind die treibende Kraft des Noceboeffekts. Hier erklären wir, was dieser Effekt ist, wie er funktioniert und wie wir ihn vermeiden können.
